Erneute Verzögerung: Dauerchaos beim Römisch-Germanischen Museum

Breite: 20 Jahre bis zur Fertigstellung – das ist ein Offenbarungseid

01.05.2026 Meldung FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Die Stadt Köln hat mitgeteilt, dass der Generalunternehmer für die Sanierung des Römisch-Germanisches Museum nun auch den musealen Ausbau übernehmen soll. Die Vergabe verschiebt sich nun ins dritte Quartal. Die Sanierung selbst hat bis heute nicht einmal begonnen, obwohl der Bedarf seit inzwischen 17 Jahren bekannt ist.

Dazu erklärt Ulrich Breite, Geschäftsführer der FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln: „Das ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten und den Kölnern nicht mehr zu vermitteln. Seit fast zwei Jahrzehnten weiß diese Stadt, dass das Museum saniert werden muss, und trotzdem passiert nichts. Stattdessen werden Termine verschoben, Zuständigkeiten neu sortiert und immer neue Begründungen geliefert. Das Ergebnis ist Stillstand.“

Die nun in Aussicht gestellte Fertigstellung Ende 2029 wäre dann rund 20 Jahre nach Feststellung des Sanierungsbedarfs. „Zwanzig Jahre für die Sanierung eines Museums. Man muss sich das einmal vorstellen. Das ist kein Bauprojekt mehr, das ist ein Dauerzustand des Scheiterns. Jeder private Bauherr würde bei so einem Verlauf längst die Reißleine ziehen. Nur die Stadt Köln schafft es, dieses Trauerspiel immer weiter zu verlängern.“

Für Breite ist klar, dass es sich längst nicht mehr um ein Einzelproblem handelt, sondern um ein grundsätzliches Versagen bei großen Bauprojekten. „Was wir hier sehen, ist leider typisch für Köln: zu langsam, zu unklar, zu wenig Verantwortung. Während andere Städte bauen, diskutieren wir. Während andere fertig werden, verschieben wir Termine. Und am Ende zahlen die Bürger die Rechnung.“

Die FDP/KSG-Fraktion fordert, endlich verbindliche Zeitpläne vorzulegen und die Verantwortung klar zu benennen. „Die Kölnerinnen und Kölner haben ein Recht darauf, dass dieses Projekt endlich vorankommt. Noch mehr Verzögerung ist niemandem mehr zu erklären“, so Breite abschließend.

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Ulrich Breite, MdR

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