FDP-Initiative spart Köln über eine Million Euro

Weiternutzung von Wohncontainern für Geflüchtete erreicht

20.07.2020 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Mehrere Jahre standen sie an der Eygelshovener Straße in Köln-Sürth. 253 Wohncontainer, ein Obdach für geflüchtete Menschen. Nach ihrem Auszug blieb zunächst unklar, was mit den Containern passieren solle. Da die Stadtverwaltung keine Käufer fand, sollten sie für rund 1,74 Millionen Euro entsorgt werden.

Zum großen Teil noch nutzbare Container für eine solch hohe Summe zu verschrotten, kam für die FDP im Kölner Süden nicht in Frage. Daher kam Karl Wolters von der FDP-Fraktion in der Bezirksvertretung Köln-Rodenkirchen die Idee, die Wohncontainer kostenlos an Aufnahmezentren für Geflüchtete in Italien und Griechenland zu verschenken, wo ein großer Bedarf an witterungsfesten Unterkünften besteht. Parallel fragte er gemeinnützige und soziale Vereine in ganz Deutschland an.

Obwohl sich auf Wolters Initiative hin zahlreiche potenzielle Abnehmer in ganz Deutschland und vor allem in Griechenland fanden und die Bezirksvertretung parteiübergreifend diesem FDP-Antrag zustimmte, scheiterte das Vorhaben letztlich an der Kölner Verwaltung – es sei kein Geld da für die notwendigen Transportkosten.

Dazu äußert sich Wolters überrascht: „Ich verstehe nicht, warum für die Verwaltung fast zwei Millionen Euro Kosten für die Entsorgung noch nutzbarer Container hinnehmbar sind, aber Transportkosten in einer vergleichbaren Höhe sollen es nicht sein, obwohl die Container dann weiterhin genutzt werden können, wo sie dringend gebraucht werden.“

Letztlich gab Wolters nicht auf und bemühte sich um zahlreiche Einrichtungen, die sich über die verschenkten Container freuten. Darunter auch die Berufsfeuerwehr Köln, ein Freilichtmuseum, ein Kulturverein und noch viele mehr.

Durch die Initiative des FDP Mannes reduzieren sich die Kosten der Entsorgung der verbleibenden Container von vormals 1,74 Millionen Euro auf nur noch rund 650.000 Euro. Zahlreiche Container wurden nicht sinnlos entsorgt und die Stadt Köln spart über 1 Million Euro.

Am 13.9. finden in NRW die Kommunalwahlen statt. Dann hofft Wolters darauf, erneut mit seiner Fraktion in die BV einziehen und seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu können.

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Karl Wolters

Karl Wolters

Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen

Stellvertretender Vorsitzender des Stadtbezirksverbands Rodenkirchen

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