Ratsbericht der Sitzung vom 02.07.2026
Die letzte Ratssitzung vor der Sommerpause hatte es noch einmal in sich
02.07.2026 Meldung FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Die letzte Ratssitzung vor der Sommerpause hatte es noch einmal in sich. Von der Hitzewelle über Rheinbrücken bis hin zum Geißbockheim war alles dabei.
Klimawandel und Hitze werden Alltag
Die Aktuelle Stunde drehte sich um die Hitzewelle der vergangenen Tage. Stefanie Ruffen machte deutlich, dass Klimaschutz wichtig sei, wir den Klimawandel aber nicht an der Kölner Stadtgrenze aufhalten werden. Deshalb müsse sich Köln endlich stärker mit den Folgen des Wandels beschäftigen.
Wenn Beton und Asphalt die Hitze speichern und die Nächte keine Abkühlung mehr bringen, gehe es längst nicht mehr um ein paar heiße Sommertage, sondern um eine Gesundheitsgefahr. Für uns als FDP/KSG liegt der Schwerpunkt deshalb auf der Klimafolgenanpassung. Kälteinseln, mehr Schatten und eine Stadtplanung, die auf Extremwetter vorbereitet ist, gehören für uns genauso dazu wie eine Verwaltung, die in Krisensituationen funktioniert.
Kölner Wettbewerbsvorteil darf nicht verfliegen
Mit einem Nachtflugverbot forderten die Grünen erneut weitere Einschränkungen für den Flughafen Köln/Bonn. Ralph Sterck erinnerte daran, dass der Flughafen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber für die Region ist. Natürlich muss der Lärmschutz weiter verbessert werden. Deshalb begleiten wir den eingeschlagenen Weg des Flughafens mit unserem gemeinsamen Änderungsantrag konstruktiv. Den Wettbewerbsvorteil eines 24-Stunden-Flughafens leichtfertig aufzugeben, wäre jedoch der falsche Weg.
Mut zur Brücke!
Die Sperrung der Bonner Nordbrücke beschäftigt inzwischen die gesamte Region. Die FDP/KSG forderte vor diesem Hintergrund, eine Task Force für die Kölner Rheinbrücken zu fordern. Die Auswirkungen der Sperrung zeigen wie unter einem Brennglas, was passiert, wenn notwendige Sanierungen über Jahre verschleppt werden. Die Staus sind enorm, die Belastungen für Pendler und Unternehmen ebenfalls.
Unser Vorschlag: Alle Verantwortlichen an einen Tisch holen und die Sanierungen gemeinsam koordinieren, bevor Köln vor denselben Problemen steht. Dabei verwies Roberto Campione auf den Neubau der Brücke in Genua, der in erstaunlich kurzer Zeit gelungen ist. Sein Appell an den Rat: „Haben Sie Mut zur Brücke!“
Endlich mehr Platz für den Fußball
Emotional wurde es beim Thema Fußball. Volker Görzel ließ zunächst den Versuch der AfD, sich als Anwalt des 1. FC Köln zu inszenieren, nicht unkommentiert und wies die Möchtegern-Lokalpatrioten in die Schranken. Danach stand die eigentliche Sache im Mittelpunkt: Mit der heutigen Einigung entstehen drei neue Fußballplätze. Das schafft endlich Klarheit – für den 1. FC Köln ebenso wie für die vielen Breitensportvereine.
Für uns war besonders wichtig, dass Kinder und Jugendliche nicht die Leidtragenden werden. Wer erst spät am Abend trainieren kann, weil vorher sämtliche Plätze belegt sind, dem ist nicht geholfen. Deshalb schaffen wir zusätzliche Kapazitäten, statt komplizierte Belegungspläne aus dem Rathaus zu diktieren. Ganz nebenbei ist damit auch ein weiterer Schritt getan, um den Ausbau des Geißbockheims am angestammten Standort zu ermöglichen. Geißbockheim als Heimat des 1. FC Köln erhalten!
Schulhöfe endlich öffnen
Zum Abschluss gab es noch gute Nachrichten für viele Familien und Kinder. Wir unterstützen die Einführung einer Schulhofsatzung und wollen, dass Schulhöfe noch vor den Sommerferien auch am Nachmittag geöffnet werden können. Dass dies bis heute nicht passiert ist, muss sich das alte Ratsbündnis ankreiden lassen. Stefanie Ruffen warb allerdings für Augenmaß in enger Abstimmung mit den Schulen, denn nicht jeder Schulhof eignet sich gleichermaßen für die nachmittägliche Öffnung.









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