FDP entsetzt über Sachstand Römisch-Germanisches Museum

Deutsch: Es ist ein Trauerspiel, wie in Köln mit unseren Kulturbauten umgegangen wird

12.08.2022 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Erneut vermeldet die Verwaltung eine Hiobsbotschaft in Bezug auf Kulturbauten: Die Wiedereröffnung des Römisch-Germanischen Museums, was Anfang 2018 wegen erloschener Betriebserlaubnis geschlossen werden musste, verzögert sich erheblich und die Kosten steigen über das Doppelte – von 41 Mio. auf 91,2 Mio. Euro.  Ebenso spektakulär ist die Verzögerung des Projektes. 2017 hatte die Verwaltung eine Planung bei geschlossenem Haus von 46 Monaten und eine anschließende Bauzeit von 2 ½ Jahren angekündigt. Danach müsste also aktuell eigentlich schon gebaut werden. Stattdessen wird die Verwaltung nun eine Vorlage einbringen, die einen „erweiterten Planungsbeschluss" beinhaltet. Weniger verlässlich, können Ankündigungen der Stadtverwaltung wohl nicht mehr werden!

Dazu erklärt der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Lorenz Deutsch:

„Es ist ein Trauerspiel, wie in Köln mit unseren Kulturbauten umgegangen wird, und die aktuelle Entwicklung am RGM ist ein neuer Tiefpunkt. Dass das Haus wegen erloschener Betriebserlaubnis schließen musste, war schon ein Armutszeugnis. Dass nun aber nach angekündigter vierjähriger Planungsphase keine Planung vorliegt, sondern weitere „Erkundungen“ angekündigt werden, ist bestürzend. Dieses Debakel weist auf eine grundlegende Überforderung der Stadtverwaltung hin. Wir werden das Thema Kulturbauten grundsätzlich neu denken müssen.“

Die baupolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Stefanie Ruffen ergänzt:

„Es ist schlimm genug, dass man so ein wichtiges Gebäude mangels Betriebserlaubnis schließen muss, ohne die Sanierungsplanung fertig zu haben; dass aber 4,5 Jahre nach der Schließung noch immer keine Vorplanung abgeschlossen ist, ist einfach nicht mehr nachvollziehbar. Bei aktuellen Kostensteigerungen im Bauwesen zwischen 2-6% pro Quartal verbrennen wir hier sehenden Auges Geld, wenn wir länger für die Planung brauchen als andere für Planung und Bau. Der Einsatz eines von uns schon 2017 geforderten Totalunternehmers hätte uns wie im Schulbau vermutlich viel Zeit und damit Geld gespart.“

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