FDP stellt Anfrage im Jugendhilfeausschuss zum Zustand des Ausbildungsmarktes

Schalla: Desaster mit langfristigen Folgen abmildern

10.06.2021 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Die Corona-Pandemie hinterlässt auf dem Arbeitsmarkt drastische Spuren. Während das Hauptaugenmerk der vergangenen Monate besonders auf Indikatoren wie der Arbeitslosenquote insgesamt lag, erkundigt sich die FDP mit ihrer Anfrage nach der Lage der jungen Generation auf dem Ausbildungsmarkt. Hierzu erklärt die jugendpolitische Sprecherin der Kölner FDP-Fraktion, Chantal Schalla:

„Wir blicken mit großer Sorge auf die junge Generation von Auszubildenden. Das Problem ist, dass sich die Bundesregierung kaum bis gar nicht um die Sorgen und Bedürfnisse der Jugendlichen gekümmert hat. Demensprechend sind zahlreiche Ausbildungsplätze weggebrochen. Das bekommt eine gesamte Altersgruppe von potenziellen Auszubildenden, vor allem jedoch aus bildungsferneren Schichten, nun schmerzhaft zu spüren. Die Zahlen sind alarmierend: 2020 gab es die wenigsten neuen Ausbildungsverträge seit der Wiedervereinigung – und auch die Prognosen für das anstehende Ausbildungsjahr 2021 fallen schlecht aus.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit stellt einen Rückgang an Auszubildenden um rund 60.000 Menschen von 2019 auf 2020 fest. Dabei fällt der Rückgang der Ausbildungsplätze – je nach Branche – sehr unterschiedlich aus. Alarmierend ist, dass besonders die Stellen wegfielen, die tendenziell strukturell benachteiligte Jugendliche ergriffen. Dies ist ein Desaster mit langfristigen Folgen, das besser heute als morgen abgemildert werden muss. Aus diesem Grund wollen wir durch unsere Anfrage im Jugendhilfeausschuss erfahren, wo genau in Köln Handlungsbedarf besteht und was betroffene Betriebe wie junge Menschen auf Ausbildungsplatzsuche gerade brauchen.

Wenn wir mehr Kenntnisse darüber erlangt haben, ist es uns schließlich möglich, gezielte Maßnahmen zu ergreifen. Dies erwarten wir sowohl von der Verwaltung selbst als auch vom Kölner Rat. Ziel muss es sein, Ausbildungsbetriebe zu unterstützen und junge Menschen wieder von der Zukunftsfähigkeit der dualen Ausbildung zu überzeugen.“

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Chantal Schalla

Chantal Schalla

Jugendpolitische Sprecherin der Ratsfraktion

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