Houben: Mobile Drogenkonsumräume Schritt in richtige Richtung
FDP fordert kurzfristiges Drogenhilfeangebot am Neumarkt
19.11.2018 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Der Rat der Stadt Köln hat im Juni 2016 beschlossen, einen Drogenkonsumraum in der Umgebung des Neumarktes mit einem umfassenden Hilfsangebot in enger Kooperation mit den Gesundheits- und Ordnungsbehörden und der Polizei einzurichten. Mehrfache Versuche der Anmietung einer geeigneten Immobilie sind seitdem gescheitert. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Bettina Houben, begründet dazu den gemeinsamen Antrag:
„Die Situation vor allem am Neumarkt und dessen Umgebung stand schon oft im Fokus von Diskussionen in den verschiedenen Gremien und in der Presse. Dieser Stadtraum ist kein geeigneter Ort für den Konsum von Drogen.
Es muss ein Einklang geschaffen werden von allen Beteiligten. Die Belange der Anwohner und Gewerbetreibenden müssen unbedingt ebenfalls berücksichtigt werden. Diese fühlen sich durch den Drogenkonsum belästigt. Daher muss hier eine überdachte Lösung entwickelt werden.
Trotzdem darf diese Thematik nicht vor sich her geschoben werden. Es muss schnellstmöglich eine geeignete Hilfeeinrichtung geschaffen werden. Ein Drogenkonsumraum an einem festen Ort ist die ideale Lösung, aber bis dies der Fall ist, muss eine schnell umsetzbare Lösung gefunden werden. Daher schlägt der gemeinsame Antrag vor, wie in Berlin den Einsatz von mobilen Drogenkonsumräumen zu forcieren.
Diese sind schnell anzuschaffen und einzurichten. Sobald ein fester Standort in der Umgebung des Neumarkts gefunden und installiert ist, sind die Fahrzeuge für andere Hot-Spots des öffentlichen Drogenkonsums, wie beispielsweise in Kalk oder Mülheim einsetzbar. Daher sind die mobilen Drogenkonsumräume ein erster großer Schritt in die richtige Richtung.“