Ministerin Gebauer: Digitale Kompetenzen gehören in einer digitalisierten Welt zur Allgemeinbildung

International Computer and Information Literacy Study – ICILS 2018

12.11.2019 Meldung FDP-Landtagsfraktion NRW

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer, MdL

In Berlin wurden heute die Ergebnisse der „International Computer and Information Literacy Study – ICILS 2018“ vorgestellt. Demnach belegen nordrhein-westfälische Schülerinnen und Schüler bei Informations- und Computerkompetenzen Plätze im Mittelfeld. Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer erklärt: „Die Entscheidung, dass sich Nordrhein-Westfalen als einziges Bundesland an der Erhebung beteiligt hat, war richtig und wichtig. Wir müssen wissen, wo wir stehen, damit wir noch gezielter agieren können. Die Studie zeigt deutlich, dass ein großer Handlungsbedarf besteht. Die Ergebnisse aus der Untersuchung im Frühjahr 2018 über die in den Vorjahren erworbenen Kompetenzen der Schüler zeigen, dass die rot-grüne Vorgängerregierung den digitalen Wandel völlig verschlafen hat. Im 21. Jahrhundert gehören digitale Kompetenzen genauso zur Allgemeinbildung wie Lesen, Schreiben und Rechnen.“

In den Schulen müsse das digitale Lehren und Lernen aktiv gestaltet und erlebt werden, so die Ministerin weiter: „Die Landesregierung hat sich bereits auf den Weg gemacht und wird die Digitalisierung an unseren Schulen weiter voranbringen. Zeitgemäßer Unterricht kann aber nur funktionieren, wenn auch unsere Schulen zeitgemäß ausgestattet werden. In Nordrhein-Westfalen unterstützt das Land die Schulträger bei dieser wichtigen Aufgabe in den kommenden Jahren mit mehr als sechs Milliarden Euro. Der Digitalpakt des Bundes bringt den Schulen in Nordrhein-Westfalen eine weitere Milliarde Euro. Viel Geld, das schnell in den Schulen ankommen muss. Darüber hinaus braucht es für beste Bildung bestens qualifizierte Lehrkräfte. Wie zeitgemäßer Unterricht in einer digitalisierten Welt aussehen kann, lernen die angehenden Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen inzwischen in der universitären und schulpraktischen Lehrerausbildung. Aber auch mithilfe von qualitativen Fortbildungsangeboten wollen wir die vielfältigen Chancen aufzeigen, die der sinnvolle Einsatz digitaler Medien für den Unterricht bietet.“

Erstmals wurden 2013 mit ICILS die informations- und computerbezogenen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe in mehr als 20 Ländern erhoben. An der Neuauflage dieser internationalen Vergleichsstudie hat sich Nordrhein-Westfalen als einziges deutsches Bundesland mit einer landesspezifischen Stichprobe beteiligt. Die getesteten Kompetenzen umfassen unter anderem:

· die Nutzung von Technologien zur Recherche von Informationen

· die Fähigkeit, die gefundenen Informationen hinsichtlich ihrer Qualität zu bewerten

· die digitale Verarbeitung und Aufbereitung von Informationen

· den reflektierten Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien

Darüber hinaus wurden in der Studie auch die IT-Ausstattung der Schulen sowie die schulische Nutzung digitaler Medien abgefragt.

Auf Antrag der Landesregierung werden die Ergebnisse der ICILS 2018 am 6. November 2019 in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung diskutiert.

 

Über die Studie

Die ICILS wird von der „International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA)“ alle fünf Jahre durchgeführt, um die informations- und computerbezogenen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der achten Jahrgangsstufe zu ermitteln. In Nordrhein-Westfalen wurden an insgesamt 110 Schulen 1.991 Schülerinnen und Schüler getestet. Darüber hinaus wurden 1.468 Lehrkräfte sowie Schulleitungen, IT-Koordinatorinnen und IT-Koordinatoren über die schulischen Rahmenbedingungen für den Erwerb der getesteten Kompetenzen befragt. Geleitet wurde die Studie in Deutschland von Prof. Dr. Birgit Eickelmann vom Lehrstuhl Pädagogik der Universität Paderborn.

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Yvonne Gebauer, MdL

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