Zoo-Projekt Südamerikahaus

18.09.2017 Anträge FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Die Antragstellenden bitten, folgenden Antrag in die Tagesordnung der Sitzung des Rates am 28. September 2017 aufzunehmen:

Beschluss:

Zur Finanzierung des Projekts „Südamerikahaus“, welches eine komplette Sanierung des baufälligen, denkmalgeschützten Südamerikahauses, den Umbau der denkmalgeschützten Direktorenvilla und die Errichtung einer modernen, artgerechten Tieranlage umfasst, wird die Verwaltung beauftragt, die notwendigen Schritte einzuleiten, um der Kapitalrücklage der Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln als einmalige Einlage 19,0 Mio. Euro im Haushaltsjahr 2018 in Form eines Aktivtausches für den Haushalt ergebnisneutral zuzuführen.


Begründung:

Der Kölner Zoo gehört zu den beliebtesten Bildungs- und Freizeiteinrichtungen. Vor allem auf Kinder, Jugendliche und Familien übt der Zoo eine große Attraktivität aus. Seine weitere Sanierung und Modernisierung im Rahmen des Zoo-Masterplans dient aber auch der Förderung des Städtetourismus. 
Die genauere Analyse Besucherentwicklung zeigt, dass steigende Besucherzahlen immer mit neuen Attraktionen im Zoo verbunden waren. 2006 wurde Elefantenbaby Marlar geboren, 2010 der Hippodom eröffnet, 2011 fand die Ausstellung „Körperwelten der Tiere“ im Zoo statt, 2014 wurde der Bauernhof eröffnet.

Größere Investitionen sind allerdings nur durch die Zoo-Eigentümerin Stadt Köln sowie durch die Einwerbung von Stiftungs- und Fördermitteln möglich.

Die AG Zoologischer Garten Köln (Kölner Zoo) befindet sich im Eigentum der Stadt Köln. Aufgabe des Unternehmens ist der Betrieb eines Zoologischen Gartens in Köln - verbunden mit der Förderung der wissenschaftlichen Forschung auf dem Gebiet der Zoologie und der Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse in allen Bevölkerungskreisen.

Der Kölner Zoo plant im Rahmen seines Masterplans das Thema „Südamerika“ zu modernisieren und auszubauen. Dazu soll das baufällige, denkmalgeschützte „Südamerikahaus“ saniert und eine moderne, artgerechte Anlage errichtet werden. Im Inneren des Gebäudes soll ein südamerikanischer Regenwald entstehen. In der bisherigen Bärenanlage sollen Jaguare leben. Freiflugvolieren für südamerikanische Papageien, Tukane und Flamingos sollen ergänzend errichtet werden. Die denkmalgeschützte Direktorenvilla soll zu einem Umweltbildungszentrum umgebaut werden. 
Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt ca. 21 Mio. Euro: Für die Sanierung des Südamerikahauses werden 12 Mio. Euro, für Umbau und Sanierung der Direktorenvilla 3 Mio. Euro und für die Jaguar-Anlage 6 Mio. Euro benötigt. Die gesamte Baumaßnahme soll bis zum Frühjahr 2020 abgeschlossen werden.

Mittel in Höhe von 19 Mio. Euro werden im Rahmen eines Aktivtauschs als Kapitalrücklage von der Stadt Köln an die Zoo AG eingezahlt. Der Mittelabfluss ist in der Bilanz der Stadt Köln ergebnisneutral. Durch diese für den Stadthaushalt ergebnisneutrale Zuführung zur Kapitalrücklage der Zoo AG wird dieses Projekt erst ermöglicht werden können. Die Zoo AG bringt die restliche Investition durch Eigenmittel auf.



Mit freundlichen Grüßen

gez. Niklas Kienitz
CDU-Fraktionsgeschäftsführer

gez. Jörg Frank
GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer

gez. Ulrich Breite
FDP-Fraktionsgeschäftsführer

gez. Thor Zimmermann
Wählergruppe GUT

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Ulrich Breite, MdR

Ulrich Breite, MdR

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Finanz- und Sportpolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion, Schriftführer des FDP-Kreisverbands

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