En Marche - Aber wohin?

Perspektiven für ein neues Europa

10.03.2019 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

v.l.n.r.: Alexander Graf Lambsdorff MdB, Cécile Prinzbach, Prof. Dr. Wolfgang Wessels, Gisela Steinhauer, Günter Hochgürtel

Es kündigte sich bereits zu Beginn an, es wird ein sehr französischer Abend. Der stellvertretende Vorsitzende und Spitzenkandidat der Kölner FDP, Gerd Kaspar, begrüßte die Gäste der Veranstaltung in fließendem Französisch. "En Marche", die Bewegung, die von Emmanuel Macron anlässlich seines Wahlkampfes um das Präsidentenamt im Jahre 2016 gegründet wurde, ist Namensgeberin für eine Podiumsdiskussion im Institut Francais Cologne. "Wohin geht es mit Europa?" war die Frage, zu der sich die geladenen Gäste als Kenner der französischen und europäischen Politik austauschten. Alexander Graf Lambsdroff, lange als Abgeordneter und Vizepräsident des Europäischen Parlaments in Brüssel tätig, Cécile Prinzbach, Kandidatin der bayrischen FDP für die Europawahl und Mitglied von "La Marche" sowie Prof. Dr. Wolfgang Wessels von der Universität Köln, der als eine ausgewiesene Koryphäe in Sachen europäischer Politik gilt. Moderiert wurde das Gespräch von der Journalistin Gisela Steinhauer.

Um das Publikum auf den französischen Abend einzustimmen, gab es zunächst einen kurzen musikalischen Ausflug in den französischen Chanson. Der als "Trobadour aus der Eifel" bekannte Musiker Günter Hochgürtel trug mit Gitarre und Mundharmonika seine Kunst vor.

Mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen politischen Verhältnisse in Frankreich, die durch die Proteste der "Gelbwesten" in den Medien gegenwärtig sind, machte Prinzbach den Anfang. Was verbindet die FDP mit Macron? Steuerreform,. Digitalisierung, Sicherheit und eine proeuropäische Haltung zeigen ihrer Meinung nach eine "Grundkompatibilität". Graf Lambsdorff machte auch Unterschiede zu Deutschland aus. Streik und Protest habe in Frankreich eine ganz andere Kultur. Deshalb kommt es dort auch öfter zum Generalstreik. Prof. Dr. Wessels sieht die Entwicklungen im geschichtlichen Kontext: "Das Europa unserer Großeltern ist nur noch historisch relevant." Viele Argumente für Europa wurden genannt.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden dann die Gäste aufgefordert, jeweils ihrem Sitznachbarn kurz die persönliche Sichtweise zu Europa näherzubringen. Einige wurden dann auch vorgetragen. Abschließend wurden aus dem Auditorium Fragen gestellt.
Fazit war eine positive Haltung für ein Europa, das weit über die Normung von Glühbirnen, Gurken und Bananen hinausgeht. Überzeugende Argumente für den bevorstehenden Wahlkampf konnten die Gäste jedenfalls reichlich mit nach Hause nehmen.

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Gerd Kaspar

Gerd Kaspar

Stellv. Vorsitzender des FDP-Kreisverbands Köln

Mitglied der Bezirksvertretung Lindenthal, Pressesprecher des FDP-Kreisverbands Köln, Medienpolitischer Sprecher

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