Houben: Köln hat ein Imageproblem

Bundestagskandidaten diskutieren beim Wirtschaftsklub

17.09.2017 Pressemeldung report-k.de

Reinhard Houben, MdB

Der Kölner Wirtschaftsklub hat Kölner Direktkandidaten für die Bundestagswahl zur Diskussion geladen: Martin Dörmann, SPD, Güldane Tokyürek, Linke, Heribert Hirte, CDU, Reinhard Houben, FDP und Katharina Dröge, Grüne. Es ging um Wirtschaftspolitik, Wohnungsbau, den Zustand der Demokratie und Moderator Frank Überall fragte nach der Vernetzung der Kölner Bundestagsabgeordneten in Berlin. Er nannte sie „Kölschfraktion“.

Martin Dörmann stellte fest, dass die Bindung der Kölner Bundestagsabgeordneten an die Stadt seit der Amtsübernahme durch Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Gegensatz zu ihrem Vorgänger Roters nachgelassen habe. Die Debatte, auch über die mediale Wahrnehmung der Kölner Bundestagsabgeordneten in Köln sehen Sie im Videobeitrag von report-K.

Bessere Vernetzung der Bundestagsabgeordneten mit OB Reker gewünscht

Die Kölner Abgeordneten treffen sich regelmäßig mit ihren rheinischen Kollegen in einer Berliner Runde, so Heribert Hirte, CDU, und tauschen sich über Themen wie etwa Verkehrsinfrastruktur aus und spielen diese Themen dann über die NRW-Fraktion in den Bundestag. Martin Dörmann von der SPD sieht noch mehr Themen, als nur Verkehrsprojekte wie Autobahnen oder den Bahnknoten Köln. Allerdings beklagt er, dass die Bundestagsabgeordneten sich nur einmal bisher mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker getroffen hätten. Dies wäre unter ihrem Vorgänger Roters anders gewesen, der versucht habe diesen Austausch zu institutionalisieren. Diese Treffen dienten vor allem dem Abgleich, was steht in Köln auf der Agenda und was können die Kölner Bundestagsabgeordneten für Köln in Berlin erreichen. Kultur- und Medienpolitiker Dörmann stellte fest, dass auch im Kulturbereich hier mehr getan werden könnte. Auch sei das Treffen mit Reker nicht optimal vor- und nachbereitet gewesen, beklagte Dörmann.

Katharina Dröge von den Grünen stellte fest, dass es auch einen Austausch mit der Opposition, in der sich die Grünen in Berlin in der letzten Legislaturperionde befanden, stattfanden und Themen mit besonders großem Konsenspotential von allen gemeinsam getragen worden seien. Der Kritik an Reker widersprach Dröge, die der Auffassung ist, dass diese Vernetzung die Kölner Bundestagsabgeordneten selbst erfolgen müsse.

Arbeit der Bundestagsabgeordneten und Wahlkampfthemen finden zu wenig Eingang in die lokale Presse

Reinhard Houben, FDP, stellte zu der von Überall sogenannten „Kölschen Fraktion“ fest, dass Köln ein Imageproblem habe, sicherlich auch durch den Einsturz des Stadtarchivs und die Kölner Silvesternacht. Es fehlten zudem Spitzenpolitiker aus Köln in den letzten Jahrzehnten, auch wenn Bosbach dazu gezählt werde, obwohl dieser gar nicht aus Köln komme. Dies, so die Analyse von Houben läge mit daran, dass die Arbeit der Bundestagsabgeordneten in den Kölner Medien zu wenig gespiegelt werde, es ein Wahrnehmungsproblem in der veröffentlichten Meinung gebe. Dies läge an der Medienlage in der Stadt, stellt Houben fest und betont, dass er dies ohne Häme formuliere. Damit die Kölner Bundestagsabgeordneten in Berlin wieder ernster genommen werden, müsse sich in der Berichterstattung etwas ändern. Die Kandidaten kritisieren auch den Umgang einiger Kölner Medien mit der Wahlkampfberichterstattung, die sich auf Berichte über die Wahlplakate beschränke und zu wenig dem Dialog zwischen Politik und den Bürgern diene.

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