Integrative Spielplätze ermöglichen

Schöppen: Stadt muss Chancen nutzen Nüsser: Kindern im Rollstuhl spielen ermöglichen

26.05.2021 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

In der Sitzung des letzten Jugendhilfeausschusses stand die Umgestaltung des Spiel- und Bolzplatzes Buschgasse im Stadtteil Altstadt/Süd auf der Tagesordnung. Dabei ist die Errichtung zwei neuer großer Spielanlagen vorgesehen. Weder diese noch eines der bereits vorhandenen Spielgeräte sind entgegen des Handlungskonzepts zur Kölner Behindertenpolitik für Kinder oder Jugendliche, die in ihrer Motorik stark eingeschränkt oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind, nutzbar. Die FDP-Fraktion hat deshalb die Verwaltung damit beauftragt, der Bezirksvertretung Innenstadt kurzfristig ein neues Konzept vorzulegen, in dem für den Spiel- und Bolzplatz auch ein rollstuhlgerechtes Spielgerät integriert ist.

Hierzu erklärt das Mitglied der FDP-Fraktion im Jugendhilfeausschuss, Catherine Schöppen: „Dieser fast 5.000 qm große und hochfrequentierte Spiel- und Bolzplatz mitten im Herzen der Kölner Südstadt darf als zentrale Begegnungsstätte nicht für 230.000 € umgestaltet werden, ohne dass wenigstens ein Spielgerät rollstuhlgerecht ist. Dies gilt umso mehr, als dass auch die benachbarten Spielplätze über kein solches Spielgerät verfügen. Barrierefreiheit bedeutet zwar nicht, dass jeder jedes Spielangebot gleich nutzen kann. Aber bei Neuanlagen oder Sanierungsmaßnahmen ist die Stadt bereits seit Jahren zur barrierefreien Gestaltung verpflichtet, muss sich also bemühen, Spielräume nicht nur für jeden Menschen zugänglich zu machen, sondern insbesondere diese integrativ zu gestalten. Sicherlich lassen sich nicht auf jedem Spielplatz jegliche Bedürfnisse und Wünsche erfüllen. Wo aber die Chance dazu besteht, ist diese auch zu ergreifen.“

Christian Nüsser, Bezirksvertreter Innenstadt, ergänzt: „Jedes Kind muss - unabhängig seiner motorischen Fähigkeiten - die Möglichkeit zum Spielen erhalten. Dass die Verwaltung dies bei der geplanten Sanierung des Spielplatzes nicht berücksichtigt hat, ist bedauerlich. Die Verwaltung ist nun angehalten, ihr Konzept dahingehend zu ändern, dass der geplante Spielplatz zu einem inklusiven Ort für alle Kinder wird. Die Bezirksvertretung Innenstadt muss sicherstellen, dass die Stadt Köln ihrer Verantwortung als kinderfreundliche Kommune gerecht wird.“

 

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Catherine Schöppen

Catherine Schöppen

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