Drogenkonsumraum in Köln

Houben: Eine unübersichtliche Strategie, ein überforderter Dezernent

02.07.2019 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Bettina Houben

Den lokalen Zeitungen durften die Mitglieder des Gesundheitsausschusses und des Rates der Stadt Köln entnehmen, dass die Verwaltung plant, einen Drogenkonsumraum in einem Container auf dem Josef-Haubrich-Hof einzurichten.

In sämtlichen Beschlüssen zur Einrichtung eines Drogenkonsumraumes, die einvernehmlich in den Gremien gefasst wurden, war nie die Rede von einer Containerlösung.

Zur einfachen Umsetzung eines schnellen Hilfeangebotes für die Betroffenen wurde im September 2018 beschlossen, eine mobile Lösung mit zwei entsprechend eingerichteten Fahrzeugen, einer zum Konsum, der andere als Stützpunkt zur Beratung, anzuschaffen. Dieses soll bis zum Ende des Jahres erfreulicherweise realisiert werden.

 „Diese sehr freie Interpretation der Beschlüsse des Gesundheitsausschusses und des Rates irritiert uns sehr“, so Bettina Houben, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.

„Warum informiert Herr Dr. Rau zuerst die Presse und dann erst diejenigen, die die Beschlüsse gefasst haben und diese dann auch in der Öffentlichkeit politisch zu vertreten haben? So sieht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht aus.

Zudem gibt es eine Menge von unbeantworteten Fragen:

- Wie hoch sind die Kosten für die geplante Containerlösung und wie ist deren Größe und somit der Platzbedarf?

-Wie kann eine vernünftige Realisierung erfolgen, im Hinblick auf die geplante  Sanierung der Stadtbibliothek und der aufwendigen  Baustelleneinrichtungen?

-Warum warten wir nicht Erfahrungen mit dem mobilen Angebot ab? Warum wird ein weiteres Provisorium produziert und nicht alle Kraft und alles Engagement auf den Umzug der Substitutionsambulanz in der Lungengasse in eine andere Örtlichkeit gelegt, damit dann möglichst zügig die angedachte Nutzung als Drogenkonsumraum dort erfolgen kann?

-Ist diese Einrichtung wirklich nur eine vorübergehende Lösung? Das erscheint sehr zweifelhaft, angesichts dessen, dass wir die Endgültigkeit von Provisorien und Übergangslösungen kennen.

Fragen über Fragen!

Es scheint, der zuständige Dezernent ist mit dieser Aufgabe mehr als überfordert!“

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Bettina Houben

Bettina Houben

Mitglied des FDP-Kreisvorstands

Gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion, Vorsitzende der Liberalen Frauen NRW

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