Houben: Erdgas für den Übergang zum Wasserstoff unverzichtbar

Debatte im Bundestag zur Industrie- und Energiepolitik

24.03.2021 Meldung FDP-Bundestagsfraktion

Reinhard Houben, MdB

"Versorgungssicherheit ist keine Floskel und die Physik lässt sich nicht durch politischen Willen verändern." Auf diesen Nenner brachte Reinhard Houben die Bundestagsdebatte zur Zukunft der Industrie. Es ging um die Frage, wie sich die Branche in Deutschland an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution modernisieren muss, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben soll. "Vor allem müssen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, um unsere Industrie smarter zu machen."

Eine wichtige Rolle spiele dabei auch die Energieversorgung, die nachhaltiger und C02-ärmer werden solle. "Die langfristige Antwort hierauf lautet Wasserstoff. Insbesondere die energieaufwendigen Prozesse in der Schwerindustrie können durch eine Umstellung auf Wasserstoff deutlich nachhaltiger werden." Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion rechnete vor, dass man in Deutschland im Jahr 2030 etwa 60 Gigawatt Energie für die fünf Branchen Zement, Chemie, Stahl, Flugverkehr und LKW-Verkehr brauchen werde. Man könne dann aber allenfalls auf 15 Gigawatt aus Wasserstoff in Deutschland hoffen. Es werde noch einige Jahre dauern, bis wir genügend Wasserstoff produzieren oder importieren können, um diesen Bedarf zu decken. Das liege unter anderem daran, dass die Bundesregierung bislang nur auf grünen Wasserstoff aus erneuerbaren Energien setze, anstatt technologieoffen auch "buntem Wasserstoff" aus Erdgas oder Pyrolyse mit einzubeziehen. "Der Strukturwandel dieses wichtigen Wirtschaftszweigs gelingt nur, wenn die Politik hierfür die richtigen Rahmenbedingungen schafft."

Plenarrede zur Industrie- und Energiepolitik

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